Zuversicht

Die Kraft der Zuversicht und positiven Zukunftsvorstellung ist in diesen ungewissen Zeiten existentiell.  

Gerade wir Großen müssen Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen sein. Sie bekommen sehr genau mit, wie wir Krisen meistern und positive Kraft aus Kleinigkeiten schöpfen. Auch die Ehrlichkeit ihnen gegenüber, dass wir gar nicht wissen, was die Zukunft bringt, wir aber trotzdem optimistisch in die Zukunft schauen, trägt auch sie.  

Gerade jetzt ist das so wichtig. Die Zeit zu Hause ohne den abwechslungsreichen Alltag, ist für viele noch viel anstrengender als der normale Alltagsstress. Angst um liebe Mitmenschen und um sich selbst, Angst um den Job, Angst vor der Ungewissheit, Angst vor …

Angst lähmt. Das merken wir. Alles dreht sich im Kopf im Kreis. Die Kinder spüren die Angst, drücken sie eventuell mit Verhalten aus, das wir gar nicht gerne sehen in dem Augenblick.  Es wird zwischenmenschlich anstrengend, es häufen sich die Konflikte wegen Nichtigkeiten. Die ganze Familie ist vielleicht unausgelastet und unzufrieden. Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt.

Trotzdem ist es wichtig, optimistisch zu bleiben. Die Tage zusammen ermöglichen eine neue Nähe in der Familie.
Lange schon nicht mehr zusammen gemachte Dinge, wie Gesellschaftsspiele spielen oder zusammen Kochen, werden wieder zum Inhalt des Familienlebens. Bewusst überlegen wir, was wir am Tag zusammen machen können. Spazierengehen, um Sonne zu tanken und sich zu bewegen. Musizieren, eventuell als musikalisches Telefonat für einen lieben Menschen, der nicht besucht werden darf oder auf der Terrasse, verbunden über die akkustischen Wellen, die von anderen Balkons, Terrassen zu uns herüberschallen.

Das verursacht Dopaminausschüttung. Das Glückshormon. Es wird ausgeschüttet, wenn man auf irgendeine Art und Weise belohnt wird durch Dinge, die glücklich machen, wie z. B. Sport, ein Lieblingshobby, Musik, soziale Interaktion. Sie beeinflussen die Ausschüttung des Hormons und Neurotransmitters im Gehirn.

Serotonin, das ebenfalls als Belohnung für positive Erlebnisse ausgeschüttet wird ist das Wohlfühlhorman. Es setzt eine Art Rückkopplung ein, die uns dazu motiviert, genau die Dinge zu wiederholen, die aufgrund der Dopaminausschüttung glücklich gemacht haben.

Es geht uns automatisch besser. Auch die Kraft der Gedanken und Vorstellungen spielt da eine wichtige Rolle. Der Gedanke an einen zurückliegenden schönen Urlaub und die Freude auf einen in der Zukunft. Die Vorstellung, in Zukunft ein schönes Fest zu feiern, oder, oder. Sich bewusst zu machen, dass die Zuversicht bleiben muss. Dass die Gedankenspirale nicht ins negative ziehen darf. Wir sind widerstandsfähiger, wenn wir optimistisch gestimmt sind.

Kleine Kraftquellen im Alltag und Selbstfürsorgemomente und die Achtsamkeit aller Familienmitglieder, dass es den anderen auch gut geht sind wichtig.
Aber auch so schwer. Wir sind das einfach nicht gewöhnt.
Wir werden aus dieser Krise deutlich empathischer und achtsamer heraus gehen. Eine tolle Vorstellung.

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