Selbstfürsorge

Alltagstankstellen helfen, den Akku wieder aufzuladen und den anstrengenden Alltag mit all seinen Pflichten zu bewältigen. Das gilt auch für unsere Kinder und Jugendlichen. Das Wochenende in Gammelhose im Bett und auf dem Sofa verbringen. Nichts müssen, sondern nur dürfen.
Auch als Erwachsene sollten wir uns das ab und zu gönnen. In den Tag hinein leben. Das tun, wozu wir Lust haben und den Haushalt Haushalt sein lassen. (es läuft ja leider nichts weg).
Ich bewundere unsere Jugendlichen. Sie schaffen es meistens, nach anstrengenden Wochen auch mal wieder runter zu fahren und zu „chillen“. Das Chaos herrscht im Zimmer, aber sie schauen auf sich und ruhen sich aus. Das ist das Wichtigste. Mit Gleichaltrigen chatten, sich nur zum Essen aus dem Zimmer trauen und dann, wenn der Alltag wieder beginnt aufgetankt zu sein. Toll.
Wir Erwachsenen sind da leider meistens anders. Hier noch etwas erledigen, dort reparieren, ach die Steuer muss gemacht werden… mal einfach auf dem Sofa sitzen und „nur“ lesen. Das kommt leider so gut wie nicht vor.
Zeit, daran etwas zu ändern. Auszeiten ausdrücklich einplanen. Vielleicht sogar in den Kalender eintragen, damit sie auch bewusst genommen werden.

Die eigenen Ansprüche an ein „perfektes“ Familienleben herabschrauben. Dann ist es eigentlich perfekter für alle, wenn alle Selbstfürsorge betreiben. Ein Lernprozess. Lohnt sich aber.

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